Macula und Netzhaut

Die Macula wird auch „Stelle des schärfsten Sehens“ genannt und ist das Zentrum der Netzhaut (Augenhintergrund). Ist sie geschädigt, können wir nicht mehr lesen und kleine Dinge scharf sehen, sondern nur noch grobe Umrisse. Denn genau im Zentrum ist die Sicht verzerrt, geschädigt oder gar erloschen.

Ursachen der Maculadegeneration

Verschiedene Ursachen können dafür verantwortlich sein: Alter, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Verletzungen, Vererbung, Veranlagung, UV-Licht, Rauchen, Ernährung. Die häufigste Ursache ist die altersbedingte Maculadegeneration.

Moderne Diagnostik der Maculadegeneration

Während wir früher ohnmächtig zusehen mussten, wie sich die Situation verschlechtert, können wir heute dank zahlreicher Fortschritte durch präzise Diagnostik (OCT) und therapeutischer Maßnahmen (IVOM) den Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen, aufhalten oder gar in manchen Fällen leicht verbessern. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Veränderungen rechtzeitig erkennt.

Man unterscheidet die feuchte von der trockenen Maculadegeneration. Während die trockene Form nur langsam voranschreitet, kann sich die Sehkraft bei der feuchten Form innerhalb weniger Wochen schnell verschlechtern. Daher zielt unsere Diagnostik besonders darauf ab, rechtzeitig den Beginn der feuchten Phase schon zu Anfang zu erkennen und zu behandeln, bevor die Sehkraft unwiederbringlich verfällt. Dies gelingt mit der hohen Auflösung der Schichtaufnahmen mittels OCT.

OCT (Optische Kohärenztomographie)

Es war schon immer ein Traum der Augenärzte, berührungslos, schmerzfrei und ohne Kontrastmittel die einzelnen Augenabschnitte und insbesondere die einzelnen hauchdünnen Schichten der Netzhaut darstellen zu können. Mittels des OCT ist es Wirklichkeit geworden und darüber hinaus liefert das moderne Gerät von hochauflösende Bilder mit der Möglichkeit des feinen Vergleichs genau der selben Stelle wie im Vorbefund.

Mit dem OCT ist eine in der Tiefe des Gewebes hochaufgelöste Bildgebung ähnlich dem Ultraschall möglich. Dadurch entsteht ein 3-dimensionales (3-D) Bild verschiedener Augenabschnitte.

Im Gegensatz zum Ultraschall, bei dem ein akustisches Signal verwendet wird, wird bei der optischen Kohärenztomografie ein Lichtsignal verwendet.Die Untersuchung erfolgt, anders als beim Ultraschall, ohne direkten Kontakt mit dem Auge, sodass die Diagnostik absolut schmerzfrei und risikofrei erfolgt.

Durch OCT ist es möglich sowohl Netzhaut und Sehnerv in Struktur und Tiefe genau zu betrachten, als auch auch den Vorderabschnitt des Auges genau bildlich und meßtechnisch darzustellen.

Wir stellen Ihnen alle 3 dieser innovativen Messverfahren zur Verfügung, um möglichst frühzeitig und genau selbst kleinste Veränderungen an Ihren Augen festzustellen.

Das OCT Netzhaut-Verfahren

Das OCT Netzhaut-Verfahren ermöglicht uns eine 3-D Darstellung Ihrer Netzhaut.

Netzhauterkrankungen beginnen oft mit kleinsten, kaum sichtbaren Veränderungen, die jedoch schnell zu irreversiblen (=nicht reparierbaren) Schäden und somit Sehverschlechterungen führen können.

Daher ist das OCT-Netzhaut-Verfahren besonders wichtig zur Früherkennung und Stadieneinteilung einer Vielzahl von Krankheiten, wie z.B. der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) oder auch des Makulaödems.

Diese Untersuchung kann zu jeder Zeit wiederholt werden, wobei neue Bilder Ihrer Augen ganz genau mit den zuvor durchgeführten Aufnahmen verglichen werden können und somit der Verlauf und ggf. Veränderung  eines Befundes über längere Zeiträume überwacht werden kann. Das Verfahren ist absolut unschädlich und nebenwirkungsfrei.